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Creative use of space

Portfolio der Woche: Alex Breitenstein 25. Juni 2009

Vor einem halben Jahr habt ihr in der MINI International alles über die Metropole Ruhr erfahren. Wir haben uns gedacht, daß es an der Zeit ist sich in der Szene dieser unerwarteten kreativen Hochburg mal genauer umzusehen.  Dabei sind wir auf Alexandra Breitenstein aka Alexotica gestoßen, eine Fotografin, Grafikerin und Modedesignerin aus Dortmund.
 
Portfolio of the Week
 
Q: Kannst du uns etwas dazu sagen woran du in letzter Zeit so gearbeitet hast?
 
A: Ich habe vor drei Jahren fast ein halbes Jahr an meinem Diplomprojekt gearbeitet, einer Neuinterpretation des Klassikers ALICE IM WUNDERLAND. Ich habe für alle Charaktere selbst Kostüme genäht und diese dann fotografiert und am Rechner wieder auseinander genommen. Das alles war unglaublich anstrengend, aber ich habe dabei viel darüber gelernt, wie man ein umfassendes Projekt realisiert und bei der ganzen Organisation cool bleibt. Die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt - Abschluss mit Bestnote.
 
Alexotica
Self-Portrait
Q: Kannst du uns etwas über deinen künstlerischen Hintergrund sagen? Wann hast du entschieden daß Kunst das richtige für dich ist und wie hast du deinen Stil entwickelt?
 
A: Ich habe schon als Kind viel gemalt und mir manchmal kleine Magazine ausgedacht, die ich dann mit meiner Mutter im Copyshop vervielfältigt habe und unseren Verwandten und Freunden verkauft habe. Ich stamme aus einer Familie, in der Musik und Underground-Kultur immer eine große Rolle gespielt hat. Meine Eltern waren mit uns oft auf Festivals uns Konzerten unterwegs, viel Jazz und Rock'n'Roll. Ich bin von klein auf mit Kunst in all ihren Facetten in Kontakt gewesen, und das hat wohl etwas auf mich abgefärbt.
 
Kurzum: ich habe nie eine andere Möglichkeit gesehen, als kreativ zu arbeiten. Kreativität ist Teil meines Wesens.
 
 
Alexotica
THE VANISHED EGO, 2008
© Alexandra Breitenstein
 
Q: Siehst du dich als Teil einer künstlerischen Szene?
 
A: Ich kann nicht sagen, dass ich mich bewußt in eine "künstlerische Szene" einordnen würde. Wisst ihr, hier im Ruhrgebiet passiert seit etwa 15 Jahren recht viel, alles ordnet sich langsam aber stetig neu. Ich habe inmitten dieser Veränderung angefangen, Kunst zu machen, bin also Teil dieser Veränderung. Im Prinzip habe ich einfach immer das gemacht, was ich wollte.
 
Q: Was steht als nächstes bei dir an? Was sind deine Zukunftspläne und wo sollten wir nach deiner Arbeit ausschau halten?
 
A: Ab nächsten Monat werde ich an einem Buch über Gudrun Kattke, eine Künstlerin hier aus Dortmund arbeiten. Sie gestaltet in der Tradition von Fluxus, Readymade, Dada. Sie hat ein dreistöckiges Atelier, in dem sie ihre Kunst und alle möglichen Gegenstände, die sie dafür findet (oder die ihr dafür überlassen werden) sammelt. Drei Stockwerke voller Dinge - ein unglaubliches Kuriositätenkabinett!
 
Außerdem werde ich Ende dieses Jahres zusammen mit einer befreundeten Grafikdesignerin ein periodisch erscheinendes Kunst- und Textmagazin layouten - ein Traum geht in Erfüllung! Dafür werde ich endlich mal wieder mit Schere und Papier exzessiv basteln können. Photoshop ade - Juhu!
 
MUM IS GOING TO GET IT GOOD, 2009
SHE ALIGHTED WHEN THE WAR WAS OVER, 2009
THERE WERE PIRATE BRIDES IN DROVES, 2009
GALAKTOTROPHOUSA, 2008
Klick auf ein Bild, um zur Gallerie zu kommen (6 Bilder)
   
 
Q: Wie definierst du künstlerischen "Erfolg"?
 
A: Kreativität ist wichtig und macht das Leben lebenswert - und Künstler müssen bezahlt werden, basta. Persönlich ist es mir viel wichtiger, dass meine Freunde meine Arbeiten mögen und mich emotional unterstützen, wenn ich mal wieder an mir und meinen Arbeiten zweifele.
 
Q: Hast du irgendwelche Vorbilder oder Leute die dich inspirieren? Was würdest du als deine Inspirationsquellen bezeichnen?
 
A: Meine Arbeiten beschäftigen sic im Kern immer mit der Magie innerhalb unserer Realität. Ich lasse mich gerne verzaubern und schätze trotzdem das Echte, das Freie, das Gute. Am meisten hat mich glaube ich der Schriftsteller Tom Robbins inspiriert. Ich liebe die Kunst von Yoko Ono und die Musik von Nina Hagen, weil diese beiden Mädels so ungeheuer lebendig und eigentümlich und echt sind.
 
Q: Woran arbeitest du gerade und was sind deine Pläne?
 
A: Erstmal: kreativ gestalten. Wach sein. Lebendig bleiben.
 
 
Verwandte Links
 
MySpace
 
Alexotica's Website
 
 
 
Kunst & Design: Die wilden Zwei: Teil II
 
Sport: Schön und gefährlich: Nürburgring Nordschleife
 

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