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Classic Mini auf großer Fahrt: Abenteuer mit Herzschmerz 10. Mai 2012

Es ist der 28. April 2012. In Oberstaufen, Deutschland, startet zum siebten Mal die Allgäu-Orient-Rallye. Doch wer jetzt verwegene Rennfahrer in feuerfesten Rennoveralls und Vollvisierhelmen vermutet, die in ihren hochgezüchteten Wettbewerbsfahrzeugen nervös auf den Fall der Startflagge warten, der irrt. Im süddeutschen Voralpenland herrscht vielmehr Volksfeststimmung, während die 103 Teams mit 262 Fahrzeugen fröhlich winkend von der Startrampe Richtung Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans, rollen. Mittendrin auch das Team Nr. 59 mit seinen drei Classic Minis, die liebevoll „Fireman“, „Nobleman“ und „Nightman“ genannt werden.
 
Allgäu Orient Rally
Start im Allgäu: Mit Applaus Richtung Osten
 
 
Allgäu Orient Rally
Gut vorbereitet für den Trip: Das Team minibaijan
Der Grund für die Gelassenheit ist leicht erklärt: Bei diesem Trip über knapp 6.000 Kilometer geht es nicht um Zehntelsekunden, hier geht es vielmehr um ein bezahlbares Abenteuer. Das fängt schon bei den Autos an, denn diese müssen mindestens 20 Jahre alt oder nicht mehr als 1.111,11 Euro wert sein. Doch auch an anderen Stellen geben die Veranstalter finanzielle Spielregeln vor. So darf nur im Auto, im Freien, im Zelt oder in Hotels übernachtet werden, die nicht mehr als 11,11 Euro pro Nacht kosten. Auch Mautgebühren für Autobahnen oder Investitionen in teure Navigationssysteme entfallen, denn beides ist schlicht und einfach verboten.
 
 
Dafür wird der Teamgedanke groß geschrieben. Eine Crew muss grundsätzlich aus sechs Personen, verteilt auf drei Fahrzeuge, bestehen. Das dient der eigenen Sicherheit, denn auf der Strecke durch Südosteuropa bis nach Istanbul und dann weiter durch die Türkei nach Vorderasien ist neben den Fahrern mindestens ein guter Navigator und Fahrzeugmechaniker durchaus von Vorteil, um nach 14 Tagen das Ziel am Kaspischen Meer gesund und ohne Umwege zu erreichen.
 
Allgäu Orient Rally
„Nightman“, „Nobleman“ und „Fireman“: Ein Trio auf dem Weg nach Baku
 
 
Doch dann beginnt der wirklich harte Teil der Allgäu-Orient-Rallye: Alle Teilnehmer - also auch das Team minibaijan mit seinem Mini Trio - spenden in Baku ihre Wettbewerbsfahrzeuge, damit diese gewinnbringend verwertet werden können. Was immer das Verwerten auch bedeuten mag, der daraus erzielte Erlös fließt in diverse karitative Hilfsprojekte. Einem wahren Marken Fan versetzt dies wahrlich einen tiefen Stich in seine MINI-Fahrer Seele, denn wer wäre schon bereit – selbst für einen guten Zweck -  seinen geliebten MINI zu opfern? Wir sind zutiefst berührt, go Classic Mini go!
 
Links zum Thema:
Allgäu-Orient-Rallye
Team minibaijan
 
 
 
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