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ENTDECKT: Japans skurrile Verwandlungs-Trucks 17. November 2011

Aus dem Automaten kommen dampfende Nudelkreationen mit mysteriösen Zutaten in unbekannten Geschmacksrichtungen…Für unser westliches Verständnis ist Japan anders als alles, was wir kennen. Doch jenseits von Tokyos glitzernden Lichtern, merkwürdigen Fetischen und seltsamen, eckigen Frisuren gibt es eine Arbeiter-Subkultur der völlig anderen Art: Dekotora.
 
 
Auch bekannt als “Art Trucks” sind die Dekotora eine Trucker-Subkultur im Land der aufgehenden Sonne. Dicke Sattelschlepper leuchten ultraviolett oder in Neonfarben, sind mit Airbrush-Malereien verziert und mit verchromten Elementen oder goldenen Anstrichen versehen. Mit einer Inneneinrichtung, die anscheinend direkt aus Brewsters Millions oder einem 2-Sterne-Casino in Las Vegas stammt, werden die LKWs mit kunstvollen Kronleuchtern und Samtsitzen aufgedonnert.
 
Es gibt in Asien viele Bräuche, LKWs zu dekorieren (z.B. Jeepnys auf den Philippinen), doch die japanischen Dekotora sind eine Liga für sich. Die Fahrer geben oft Hunderttausende Yen aus und verbringen ganze Jahre voller mühsamer Kleinarbeit, um ihre Trucks in Kunstwerke zu verwandeln – und wenn wir von Kunstwerken sprechen meinen wir Fahrzeuge, die tausende Pfund getrockneten Tintenfischs durch ganz Japan transportieren. Sie fahren irrsinnig leuchtend wie ein konfessionsloser Weihnachtsbaum von Stadt zu Stadt, sind wie die Disco-Version von Beyond Thunderdome und man muss sie einfach lieben. Verkehrsrowdys? Verkehrs“raver“ trifft es wohl eher.
 
Dekotora in all their glory
 
 
Der Dekotora-Trend begann Mitte der 70er-Jahre nach dem ersten Erscheinen japanischer Low-Budget B-Movies über Trucker. Im ersten Streifen, genannt “Truck Guys”, fuhr ein LKW-Fahrer und Schürzenjäger seinen wild-dekorierten Halbautomatik durch ganz Japan und erlebte dabei ein Abenteuer nach dem anderen.
 
Die Popularität von “Truck Guys” führte zum Entstehen 10 weiterer Dekotora-Streifen (Drehbuch und Regie jeweils von Norifumi Suzuki) und eroberte Herz und Geist einsamer LKW-Fahrer in ganz Japan. Ein Trend, der bis heute andauert – Dekotora ist aus japanischen Videospielen, Spielzeug, Zeitschriften und Fernsehsendungen nicht mehr wegzudenken.
 
Co-Pilot Maggy Stoody with Host Elliott in the MINI Coupé
 
 
Bei unserer Mission zu ALL THE WRONG PLACES haben wir mit japanischen LKW-Fahrern der ersten Stunde gesprochen – die Jungs vom Utamorokai Dekotora Club haben den Stein erst ins Rollen gebracht. Scrollt Euch durch die Galerie und seht Euch ihre aufgemotzten Fahrwerke an. Amerikanische LKW-Fahrer sind bekannt dafür, ihr Geld für billige Drinks und Netzkäppis zu verprassen. Japanische Trucker hingegen verprassen ihre Gehälter für Chrom-Elemente, Neonlichter und bemalte Wandverkleidungen!
 
Diese Trucks hauen einen wirklich um…
 
Klick auf ein Bild, um zur Gallerie zu kommen (19 Bilder)
 
Links zum Thema:
ALL THE WRONG PLACES auf Facebook
ALL THE WRONG PLACES: Episode 1—Japan
 
Ganze ALL THE WRONG PLACES auf YouTube.
MINI auf Facebook
MINI auf YouTube
VICE.com/de
 
Episode 1: Dekotora — Japans skurrile Verwandlungs-Trucks
Episode 2: Hit-Taxis auf Tour in Südafrika
Episode 3: Perus legendäre Scherentänzer
Episode 4: Roadtrip durch schwedische Mikronationen
 
 
 
 
MINI: MINI Takes The States 2012 - Fast Forward Trav...
 
MINI: Die Kunst des Herstellens: 100 Jahre Werk Oxford
 

Kommentare

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Clara Blondeau
gepostet von: Clara Blondeau | 12.02.2012 17:44
 
very good ,j adore ta video japon kissssss
 

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