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ALL THE WRONG PLACES: Roadtrip durch schwedische Mikronationen 07. Februar 2012

In Schweden ist alles in bester Ordnung. Makellose Züge, ausgewogene Budgets, ebene Straßen und langbeinige Blondinen. Deswegen ist es für die meisten Schweden schwierig, sich von diesem idyllischen Leben wegzubewegen. Einige wagen es jedoch, gegen diese Angepasstheit zu rebellieren und gründen einfach ihre eigenen Mikronationen innerhalb Schwedens. Krishna und Chris sind mit dem MINI Coupé durch das eisbedeckte Land gefahren, um ein paar dieser außergewöhnlichen Schweden zu treffen, die ihre eigenen Mikronationen gegründet haben: Selbstdeklarierte Hoheitsgebiete mit speziellen Verfassungen, einer amtlichen Bürgerschaft und eigenwilligen Staatsoberhäuptern.
 
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Erster MINI Stopp war das Königreich Ladonien. Lars Vilks, ein Bildhauer mit wildem Blick hat die letzten 30 Jahre damit verbracht, die Mikronation zu errichten, um seine riesigen, verrückten Kunstinstallationen aus Treibholz zu schützen, die er in einem Naturschutzgebiet in der Nähe von Malmö gebaut hat. Warum er sie kreiert hat? Um seine Landsleute zu ärgern. Copilot Chris jedoch fühlte sich beim Erkunden der Kunstwerke wie Peter Pan, also konnten die Leute nicht allzu ungehalten sein. All das und weiteres Bonusmaterial gibt es bei MINI auf Facebook zu sehen.
 
Als die Landesregierung versuchte, eine der Skulpturen zu zerstören, verkaufte Vilks das wuchtige Holzgerüst an den deutschen Künstler Joseph Beuys, der sie später dem weltberühmten Künstler Christo vermachte. Und weil nach schwedischem Recht privates Eigentum ohne Zustimmung des Eigentümers nicht vom Staat beansprucht werden kann, war das Königreich Ladonien gerettet. Punkt für Vilks.
 
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Vilks gibt jedoch zu, dass Ladonien in gewisser Weise ein Scherz ist. Der „Präsident“ von Ladonien ist ein altes Paar Schuhe. Und obwohl niemand in der kleinen, mit Steinen übersäten Uferlinie von Ladonien wohnen kann, ist seine bloße Existenz den Befürwortern der schwedischen Konformität ein Dorn im Auge. Darin besteht Vilks Lebenswerk und es verärgert diejenigen, die ihn andernfalls unterstützen würden. Sein Fall reicht weit: Vilks ist Ziel von Al Qaeda und wird rund um die Uhr von der schwedischen Geheimpolizei beschützt, nachdem er den Propheten Mohammed in einer Karikatur als Hund gezeichnet hatte und es damit schaffte, rund 1 Milliarde Muslime in der ganzen Welt zu beleidigen.
 
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Nachdem sie das MINI Coupé mit Spikereifen versehen hatten, machten sich Krish und Chris auf den Weg in den schneereichen Norden, um sich mit Ewert Ljusberg, Präsident der Republik Jämtland, zu treffen. In den 60er Jahren versuchten große schwedische Unternehmen möglichst viele Rohstoffquellen des Landes in ihren Besitz zu bringen. Die Jämtländer, ein Volk von Jägern und Siedlern, erklärten Jämtland zu einer Mikronation, um den Konzernen einen Strich durch die Rechnung zu machen.
 
Ewert ist von Beruf Komiker und Troubadour und hat damit nur wenige Pflichten. Im Wesentlichen ist er ein großes Maskottchen mit weißem Bart und tiefer Stimme. Er stimmt lauthals die Jämtländer Nationalhymne an und hält jedes Jahr eine schrullige Rede beim Östersunder Summer Festival, wo er sich zum Beispiel als Robin Hood verkleidet und auf einem Elefanten reitet. Doch die Vergünstigungen seines “Jobs” sind nicht zu verachten: Als Präsident hat er sein eigenes Bier mit seinem Konterfei auf dem Etikett. Chris und Krishna haben es natürlich ausgiebig getestet... Kopfschmerzen in Schweden.
 
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Für einige erweist sich das Außenseiterdasein der Jämtländer als extrem rentabel. Die Jungs pflügten mit dem MINI Coupé durch den Schnee und besuchten das winzige Dörfchen Skyttmon, wo sie Peter Erickson trafen, einen Nachfahren echter Siedler. Peter lebt in einer Jagdhütte voller ausgestopfter Tiere, baut seine eigenen Kartoffeln an und jagt Bären und Elche. Dabei hilft ihm ein treues Rudel von Hunden, die für die Bärenjagd ausbildet und auch als Jämthunde bekannt sind.
 
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Peter brachte Krish und Chris den Lokalsport Elchhufwerfen bei und ließ seine riesigen Gewehre für die Bärenjagd abfeuern. Fast ein wenig zu gruselig wurde es dann allerdings, als Peter seine Do It Yourself Metzgerei und eine Kühltruhe voller Bären- und Elchtrophäen zeigte. Die Jämtländer nennen einen etwas hinterwäldlerischen Chic ihr eigen: Schneemobilfahren, Schießen und selbstgebrauten Schnaps trinken, der durch Bärendärme gefiltert wurde, zählen zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Region. Wer kann da schon widersprechen?
 
 
Die Schweden mögen vielleicht ein angepasstes Volk in einem kalten, verschneiten Land sein. Aber bei unserem unvergleichlichen Abenteuer ins schwedische Hinterland trafen wir ein paar verrückte, Mikronationen gründende Weltklasse-Typen, die wirklich fantastisch sind.
 
Mit der kompletten Folge, nehmen wir Euch mit auf die atemberaubende Reise zu ALL THE WRONG PLACES SCHWEDEN: ROADTRIP DURCH MIKRONATIONEN.
 
Links zum Thema: Micronation
 
 
 
 
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