Der Neo-Soulsänger und überaus talentierte Rapper Cee-Lo Green, bekannt durch Goodie Mob und Gnarls Barkley, bereitet sich darauf vor, seine einzigartige und umwerfende Superstimme erneut auf die Menschheit loszulassen. Sein drittes Soloalbum, "The Lady Killer", kommt zwar erst am 9. November heraus, doch auf seinem Youtube Channel gibt es seit letzer Woche 60-sekündige "Snippets" (seine Worte) von jedem Track zu hören. Neben den bereits vorab veröffentlichten rauen Soulhymnen, orientiert es sich mit seinen Funk- und Discorhythmen am Sound der siebziger Jahre.
Am Montag twitterte er auf über die vorab veröffentlichten Tracks und sagte "Ich hoffe, euch allen gefallen die Snippettracks des Albums, da ich mir nie sicher bin, ob ich mein Bestes gegeben habe, weil ich schon am nächsten Tag wieder ein bisschen besser geworden bin als ich am vorherigen war."
Ausgewählte Tracks vom neuen Album haben bereits im Internet für einen Hype gesorgt - schau dir das überraschend inspirierende Video (mit dem ziemlich anstöβigen Titel) "F**k You" an, das bereits in den ersten Tagen über 2 Millionen Mal abgespielt worden ist. Die abgefahrene 1960-iger-Diner-Style-Kulisse in knalligen Bonbonfarben sorgt, in Kombination mit Cee-Los gespenstischem Katzengrinsen - und dem Reim von "sorry" mit "Ferrari" (und "Atari"!) - für pure Begeisterung. Die erste Single des Albums, "Georgia", eine rapide zunehmende, nostalgische Hymne auf seinen Heimatstaat, kam bereits vor langer Zeit als kostenloser Download im Juni heraus.
Wir müssen dem Internet auch für den unterhaltsamen Song-Austausch auf danken, der sich zwischen Cee-Lo und der in Seattle ansässigen Rockband Band of Horses abspielte - er coverte ihr "No One's Gonna Love You"; sie revanchierten sich mit einer Coverversion von "Georgia" auf dem Austin City Limits Festival bei der Schlussnummer ihrer Show. So hat doch jeder davon profitiert.
Und was kommt nach Lady Killer? Was steht als nächstes auf dem Plan beim R&B Renaissance Mann? Uns ist ein wohl ausreichender Beweis geliefert worden, dass der coole Wechsel von Rap zu Gospel und wieder zurück nur ein Teil seiner allgemeinen Marketingstrategie ist: auf dem Track "I Am Selling Soul" aus seinem Genre-übergreifenden Album Cee-Lo Green is the Soul Machine 2004, singt er "I am music / I have yet to define myself as just one thing." Deshalb kann man nur erahnen was die Zukunft bringen wird, aber es könnte sein, dass der gute Mann gerade wieder hungrig auf‘s Rappen geworden ist; am 18. Oktober twitterte er: "Ich vermisse Hip Hop."
Wen kümmern denn die verdammten Genres? Let's go, Mr. Green!
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