Das zweite DMY Design Festival fand, vom 9. bis 13. Juni, in den kühlen, riesigen Hallen des ausrangierten Berliner Flughafens Tempelhof statt.
An einem milden Freitagnachmittag schaute das MINI Space Team vorbei, um ein bisschen herumzuschlendern, sich umzusehen und inspirieren zu lassen. Gleich zu Beginn wurden wir von einem riesigen Alien-Kokon abgelenkt, der komplett aus Paketband bestand (700 Rollen oder 45 Kilometer, um genau zu sein). Kreiert wurde das gute Stück vom österreichisch-kroatischen Designteam For Use / Numen.
Die Installation erhielt den Jurypreis des Festivals 2010.
Was von außen wie ein himmelartiges, hauchdünnes Netz aussieht, öffnet sich, für diejenigen, die sich hineinwagen, nach innen zu einer erstaunlich stabilen Trampolinlandschaft.
Variationen dieser zauberhaften interaktiven Installation haben die Designer übrigens in Wien und Belgrad kreiert.
Schließlich kletterten wir wieder hinaus auf festen Boden und spazierten in den umgenutzen Hangar.
Erster Halt: Die Bühne, auf der MINI-Chefdesigner Gert Hildebrand darüber sprach, wie das kultige MINI Design sich im Laufe der Generationen entwickelt hat und welche Design-Grundsätze in all den Jahren unverändert geblieben sind. Passender Titel des Vortrags: „Vom Original zum Original“. Ein Fokus lag auf dem Design des brandneuen MINI Countryman, dem neuesten Mitglied der MINI Familie und seinem vierjährigen Entwicklungsprozess durch das MINI Design Team.
Gert Hildebrand bei seinem Vortrag über das MINI-Design und den Entwicklungsprozess des MINI Countryman.
Nach dem Vortrag, spazierten wir mit Gert Hildebrand durch die Hallen der Ausstellung und sprachen mit ihm über seine Lieblingsstücke.
Für ihren „Cinderella's Chair“ trennte die Designerin Anna Ter Haar zunächst einen Teil des Stuhlbeins ab, um dann eine passgerechte „Prothese“ anzulegen, indem sie geblasenes Schmelzglas direkt an das Holz abformte. Das fertige Stück sieht zwar zierlich und zerbrechlich aus, ist jedoch erstaunlich stabil.
Gert Hildebrand brachte die elegante Einfachheit auf den Punkt: „Dadurch, dass der wichtigste Teil, das Bein, abgeschnitten und durch ein zweites, durchsichtiges Material ersetzt wurde, ist der Stuhl von einem funktionalen Objekt zu einem Kunstwerk abstrahiert worden. Das farbige Glas gibt diesem sehr einfachen Holzstuhl eine neue Dimension.“
Unser nächster Halt war bei den wunderschönen, handgemachten Papierlaternen der holländischen Produktdesignerin Paula Arntzen. Eine Aufgebot organischer Formen aus origami-ähnlich gefalteten und bunt koloriertem Papierfransen, die wie ein Klumpen magischer Quallen in der Luft hingen.
Photo by Gert Hildebrand
Gerts Interpretation: „Einem zweidimensionalen Objekt wie Papier eine dreidimensionale Form zu geben, nur dadurch, dass man es faltet und schneidet, finde ich fantastisch. Einfachheit verbindet sich hier mit Funktion.
Klickt euch durch untenstehende Galerie und erfahrt, gemeinsam mit dem MINI Space Team, mehr über die DMY-Designs.
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