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Amerikanische Gourmet-Food-Trucks halten über soziale Netzwerke Einzug in die Restaurant-Szene 14. Dezember 2011

Vom Imbisswagen aus dem Wilden Westen über mobile Küchenwagen an Militärstandorten bis hin zum Eismann, der im Sommer Vororte besucht, ist das Essen auf Rädern sicher keine neue Erfindung. Kaffee- und Snackbars auf Rädern haben Baustellen und Großstadtpendler fast ein Jahrhundert lang versorgt. Doch die heutigen amerikanischen Food-Trucks bieten echte Feinschmecker-Kost zu einem erschwinglichen Preis und ermöglichen ihren Kunden so, aufregende neue Küche von einfallsreichen Köchen auszuprobieren, und das schnell und bequem. Der Markt ist zunehmend gesättigt, doch viele Trucks verdanken ihren Erfolg einer Geschmacksnische, die sie ausgemacht haben, sowie den sozialen Medien, über die sie hungrige Mäuler mit Updates zum Speiseplan und zu ihren Standorten versorgen. Aufgrund der enormen Qualitätssteigerung sind Food-Trucks mittlerweile sogar in einem Restaurantführer gelistet, was früher wahrscheinlich nur lächerlich gewirkt hätte.
 
Food Trucks!
Nachtschicht
© Thomas Kelley
 
 
Der Taco-Wagen am Straßenrand ist den Einwohnern Kaliforniens seit langem bekannt. Es ist ein Imbissstand, an dem das Essen üblicherweise von den Leuten serviert wird, die es auch zubereiten. Oftmals sind dies mexikanische Einwanderer, die sich ihren Lebensunterhalt verdienen und gleichzeitig ein Stück ihrer Kultur weitergeben möchten. Moderne Food-Trucks wie Kogi Korean BBQ sind mit ihrer einzigartigen Kombination aus koreanischen und mexikanischen Geschmacksrichtungen zu mobilen Wahrzeichen von Los Angeles geworden. Sie haben ihre Anfangsstandorte vor beliebten Bars und Clubs und nutzen Twitter und Facebook Updates, um ihre kleine Heerschaar von Food-Trucks in der ganzen Stadt bekanntzumachen. 
 
Der sogenannte Mud Truck, ein Wegbereiter der mobilen Food-Szene New York Citys, wurde ursprünglich aus Protest gegen die Invasion großer Kaffeeketten in East Village, Manhattan, ins Leben gerufen und wurde so populär, dass er eine eigene Filiale in der gleichen Gegend eröffnete. Noch immer ist der Truck nun im Stadtzentrum unterwegs, wo er Studenten der NYU, Touristen und Einheimischen gleichermaßen seinen Kaffee serviert. 
 
Daily Business
Tagesgeschäft
© Thomas Kelley
 
 
In der Vergangenheit hattet Ihr vielleicht mal das Glück, nach der letzten Runde draußen vor Eurer Lieblingsbar einen Food-Truck vorzufinden; mittlerweile wurden Food-Trucks sogar schon in den Bars gesichtet. Der Union Pool in Brooklyn hat den für New York ungewöhnlichen Luxus eines großen Hinterhofs, wo er für hungrige Gäste einen El Diablo Tacos aufgestellt hat. Der Food-Truck-Trend ist zu einer erschwinglichen Option für alle möglichen Veranstaltungen geworden, sogar für Hochzeiten. Es gibt regionale und nationale Food-Truck-Contests, Food-Truck-Parks und sogar eine Reality Show, die sich dem Konzept angenommen hat und zwar mit einem etwas abgeänderten Cannonball-Rennen für höhere Quoten. 
 
Mexicues Mitbegründer David Shillace verkaufte damals Medizinprodukte, während sein alter College-Freund und zukünftiger Geschäftspartner Thomas Kelly im Verkauf von digitalen Medien beschäftigt war. Das Duo beschloss, den Kurs zu wechseln und einen Food-Truck zu kaufen.
 
Kelly, der vor Mexicue umfassende Restaurant-Erfahrung gesammelt hatte und von Herzen Koch zu sein scheint, erzählt uns, wie alles mit Mexicue anfing. “Bei mir zu Hause gab es schon immer viel Grillfleisch. Und auch viel Mexikanisches… Als wir uns also für ein Konzept entschieden und gründlich über alles nachgedacht hatten, haben wir uns einen professionellen Räucherofen gekauft und ihn auf das Dach meines Hauses gestellt. Dann haben wir einfach begonnen, mit verschiedenen Geschmacksrichtungen zu experimentieren und einige der mexikanischen Geschmacksrichtungen fanden ihren Weg in die Saucen und Marinaden. Wir haben in meiner Küche in Brooklyn ziemlich viel herumprobiert. Meine Frau war sehr geduldig mit uns, vor allem am Anfang, als wir ganz viele Menüs ausprobiert haben, und über Nacht massenweise Fleisch geräuchert und geschmort haben.”
 
Daytime Demand
Auch tagsüber herrscht großer Andrang
© Thomas Kelley
 
 
Sie haben sich also eine Geschmackskombination zunutze gemacht, die es in der New Yorker Küche bis dahin nicht gab und fingen mit ihrem ersten Food-Truck im August 2010 an. Schnell standen die Leute in der Umgebung Schlange.
 
Mexicue bereiten die Speisen in einer gewerblichen Küche zu, die ursprünglich in Williamsburg, Brooklyn war, und sich jetzt in Manhattans Lower East Side in der Nähe des vor kurzem eröffneten zweiten Restaurants befindet. Von da wird das Essen in den Truck geladen und dort nach Bestellung zubereitet – eine praktische Überlegung, die bei der Entwicklung des Speiseplans eine Rolle spielte.
 
Rice Bowl, fully loaded.
Reisteller spezial
© Thomas Kelley
 
 
“Früher brauchte man eine halbe Millionen Dollar, um ein Restaurant in New York aufzumachen. Mit einem Food-Truck genügt es, wenn man 75.000 oder 100.000 Dollar zusammenbekommt, um sein Vorhaben in die Tat umsetzen” so Mexicues Finanzchefin Julia Collins.
 
Natürlich ist es nicht leicht, sein Geschäft rund ums Jahr draußen zu haben, erzählt uns Collins, doch der Truck hat sogar während der kalten Wintermonate treue Kunden und sobald es wieder etwas wärmer wird, wird es einfacher. “Sobald der Sommer da ist, stehen diese tollen, wohlerzogenen Hipster Schlange und wollen für mich arbeiten.” Hungrige New Yorker, die beim ersten Zeichen von Frühling eifrig aus ihren vier Wänden strömen, finden auf der Straße Food-Trucks wie Mexicue vor, die einen schnellen und günstigen Weg darstellen, sich praktisch mühelos mit leckerem Essen zu versorgen.
 
Zum Mittagessen einmal Schlange stehen, bitte: New York City, 5th Avenue und 52nd Street.
Zum Mittagessen einmal Schlange stehen, bitte: New York City, 5th Avenue und 52nd Street.
© Thomas Kelley
 
 
Mexicue ist mittlerweile auch bei kleineren Events in der Stadt und außerhalb anzutreffen. Zum Beispiel haben sie dieses Jahr zum zweiten Mal das Catering für Billy Reids Fashion Night Out übernommen und ein Herr mit dem Titel des GQ Best New Men’s Designer 2010 hat zum Gedenken an die Feier mit einem limitierten Mexicue T-Shirt aufgewartet. 
 
Julia Collins erzählt uns, wie mehrere Paare den Mexicue Food-Truck um Hilfe gerufen haben, weil sie nach einer trendigen Art und Weise suchten, das Essen in ihrem Hochzeits-Budget unterzubekommen. “Hochzeiten sind mittlerweile ein großer Teil unseres Geschäfts, obwohl wir das gar nicht wirklich verfolgt hatten, aber ich glaube, es gibt den Bedarf nach einfachem, weniger teurem Essen und so wurden wir Gesprächsthema. Wir waren bei ein paar Hochzeiten im Green Building, New York, dabei, die total ausgeartet sind. Die Leute haben quasi auf den Tischen getanzt. Ich glaube, die Atmosphäre ist einfach unbeschwerter, wenn ein Food-Truck anwesend ist. Die Leute werden zwangläufig etwas lockerer, weil der Truck für die Situation so untypisch ist. Erst vor kurzem waren wir bei unserer ersten gleichgeschlechtlichen Hochzeit.” 
 
Mexicue Mitbegründer Thomas Kelly und David Shillace sind stolz auf ihren roten Food-Truck.
Mexicue Mitbegründer Thomas Kelly und David Shillace sind stolz auf ihren roten Food-Truck.
© Thomas Kelley
 
 
Mexicue hat sich mehrere unterschiedliche Waffen im Bereich der Social Media zunutze gemacht, um leichter einen Dialog mit ihren Kunden entwickeln zu können. Mexicue auf Twitter zu folgen, kann einem zum Beispiel die Entscheidung fürs Mittag- oder Abendessen erleichtern. Julia Collins sprach über die verschiedenen Mittel, mit denen sie sie sich mithilfe der Technik mit potenziellen Kunden austauschen können. “Demnächst machen wir eine Twitter-Gutscheinaktion. Außerdem läuft gerade ein Namensfindungswettbewerb für unseren zweiten Truck, weil wir nun nicht mehr einfach sagen können “Der Truck ist unterwegs”. Wir nutzen die Wildfire-App auf Facebook um uns Feedback von unseren Kunden einzuholen. Die Mexicue Hotline wird noch immer von Thomas beantwortet. Wir bemühen uns, den Leuten auf Facebook zu antworten und auf Twitter zurückzutwittern. Wir nutzen auch andere technische Anwendungen wie etwa Shopkeep, ein Verkaufssystem fürs iPad, das für den Truck total praktisch ist.”
 
Thomas Kelly lässt Mexicues Kunden auf seine eigene Art dazu beitragen, den sich ständig weiterentwickelnden Speiseplan zu ergänzen. “Wir arbeiten zum Beispiel jede Saison mit einem regionalen Bauernhof zusammen und wählen eine bestimmte Zutat für einen Wettbewerb aus, bei dem die Leute uns helfen, Rezepte rund um diese saisonale Zutat zu finden. Bei den Leuten kommt es super an und die Vorschläge, die wir bekommen, haben uns schlicht umgehauen. Jetzt haben wir diese wirklich geniale Kreation aus einem Mais-Taco mit Maiskolben und einem Dip aus Mayonnaise mit Limette, Cayenne-Pfeffer und Cotija-Käse. Diese Einsendung hat den Sommer-Wettbewerb gewonnen und ist jetzt auf der Speisekarte zu finden. Die Wettbewerbe machen einfach Spaß und sind ein guter Weg, den Kontakt zu unseren Kunden herzustellen.”
 
Klick auf ein Bild, um zur Gallerie zu kommen (11 Bilder)
 
Links zum Thema:
Mexicue
"Ein Jahr mit Mexicue" - NY
"The Food Truck: A Photographic Perspective" auf Flavorwire
 

 
 
 
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Mencar
gepostet von: Mencar | 07.02.2012 02:57
 
very well-thought-out and useful: I like to imagine that "Mini" too in the near future will design a truck-on-the-road like that!!...Congrats!
byrdery456
gepostet von: byrdery456 | 12.01.2012 07:19
 
Hey Bryan,
Your blog are awesome. your recipe are so yummy... i think your blog are one of the best. overall your blog are very nice.
Thanks
 

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