Menü

userImg showBgrSwitcher

Hintergrund von

userImg

Dank Dir!

Menü

MINI @ BEO 2012: Burton Snowboarderin und Olympiasiegerin Kelly Clark im Fokus – Die Mount Snow Academy oder wie man Profi wird

Die geballte Action bei den Burton Global Open Series brachte uns von MINI Space auf die Frage: Wie wird man eigentlich Profi? Schnell wurde klar, dass keiner von uns aus eigener Erfahrung sagen konnte, wie sich so ein Cab 720 in der Superpipe eigentlich anfühlt. Daher beschlossen wir, dieser Frage besser doch direkt an der Quelle nachzugehen. Also stellten wir sie zum Auftakt unserer Berichterstattung von den Burton European Open im schweizerischen Laax Kelly Clark - Burton Snowboarderin, Olympiagold-Gewinnerin und MINI Countryman Fahrerin. Auch mit einigen Akteuren ihrer einzigartigen Alma Mater, der Mount Snow Academy im malerischen Örtchen Dover/Vermont im US-Bundesstaat New England, haben wir gesprochen.

Mount Snow Academy
© Mount Snow

Bei „Highschool" denken die meisten von Kellys Altersgenossen wahrscheinlich an klappernde Metallschließfächer, muffige Gerüche aus der Cafeteria und die langweiligen Monologe wenig inspirierender Lehrer.

Alles in allem eine nicht sonderlich aufregende Epoche, die jedoch einigen wenigen Glückspilzen erspart blieb. Kelly Clark, ihres Zeichens Snowboard-Superstar, denkt bei Schule vielmehr an das Hineinschlüpfen in Schneeanzüge, das beständige Surren des Sessellifts oder an die überwältigende Stille und das Gefühl der Schwerelosigkeit bei einem Straight Jump. Das einzige, was die meisten von uns mit den Kindern auf Kelly Clarks frühem Erprobungsgelände – der Mount Snow Academy – verbindet, ist wohl das ewige Sehnen nach Schnee. An dieser kleinen Schule, die zurückgezogen in einer stillen Berglandschaft liegt, haben in den letzten Jahrzehnten Generationen von Schülern an ihren Fertigkeiten im Schnee gefeilt – mit Ergebnissen, die klar auf der Hand liegen.

Mount Snow Academy
© Thomas O'Hara

Man könnte meinen, dass eine olympische Goldmedaille im Schmuckkästchen das Ego übermäßig pusht, aber Kelly ist total locker und absolut auf dem Teppich geblieben. Große Bedeutung misst sie dem intensiven Training an der Mount Snow Academy zu. Allerdings denkt sie auch, dass die kleinstädtische und familiäre Atmosphäre ihr sehr viel Unterstützung und Ansporn gegeben haben.

„Das Beste an der MSA war für mich sicher der Einzelunterricht“, erzählte uns Kelly. „Das passte einfach zu meiner Art zu lernen und half mir, die akademischen Lernziele zu erreichen. Nur so konnte ich meine gesamte Energie ins Snowboarding stecken. Lynne Sullivan, Leiterin der Mount Snow Academy, drückt es so aus: „Unsere Schule beherbergt eine echte Gemeinschaft. Wir wollen nicht nur Sportler ausbilden, sondern die ganze Persönlichkeit der jungen Menschen zur Entfaltung bringen.“

Klick auf ein Bild, um zur Gallerie zu kommen (8 Bilder)

Mount Snow students in action.

Lynne ist eine Schulleiterin, wie Eltern sie sich nur wünschen können. Sie übernahm das Steuer der MSA kurz nach der Gründung 1978 und leitet die Schule damit seit mittlerweile 30 Jahren. Neben Kelly Clark hat die MSA weitere herausragende Sportler hervorgebracht, die mittlerweile ernsthaft von sich reden machen. Dazu gehören die Freeskiing-Fahrer Devin Logan und Parker White sowie die Snowboarder Dillon Wilson und DJ Torroni. Einige der Absolventen kämpfen jetzt für einen Startplatz bei den Olympischen Winterspielen 2014. Und als hätte Lynne mit einem so glorreichen Aufgebot ehemaliger Schüler nicht genug zu tun gehabt, hat sie selbst auch noch acht Kinder großgezogen – sieben von ihnen Jungs. Als wir sie nach ihrem größten Triumph fragen, zögert sie erst und antwortet dann: „Na ja, ich will ja jetzt nicht unehrlich klingen, aber es ist wirklich so, dass für mich jeder einzelne Schüler ein Triumph ist. Ich meine, natürlich haben wir tolle Sportler hervorgebracht, aber wir an der MSA betrachten es als unsere Aufgabe, die ganze Persönlichkeit zur Entfaltung zu bringen. Manche unserer Schüler werden Ärzte oder Anwälte. Andere machen ihre Liebe zum Bergsport zum Beruf. Vor allem anderen wollen wir unseren Schüler beibringen, wie sie das Allerbeste aus sich selbst herausholen. Wenn dazu nun das Siegertreppchen bei Olympia gehören soll, unterstützen wir unsere Schüler auch auf dem Weg dorthin.“

Mount Snow Academy
Head Snowboarding Coach Steve Kwasniewski ("Kwas") © Thomas O'Hara

Und wenn Lynne das Engagement ihrer Schule in den „schneefremden“ Fächern erwähnt, ist dies alles andere als seichtes Geplauder. Die MSA beschäftigt erstklassige Lehrer, die vielfach an Universitäten der Ivy-League ausgebildet wurden und überragende Kompetenzen in ihren Fächern mit an die Schule bringen.

Die Philosophie, die gesamte Persönlichkeit zur Entfaltung zu bringen, scheint hier von Lehrern, Schülern, Absolventen und Trainern gleichermaßen getragen zu werden. Ein Eindruck, den Kellys früherer Trainer Steve Kwasniewski, oder, wie man ihn auf dem Berg nennt, schlicht „Kwas“, sehr deutlich untermauert: „Ob Sie es nun glauben oder nicht – es ist nicht so wichtig, dass ein Kind ein Riesentalent mit an die MSA bringt. Mein idealer Schüler ist nicht unbedingt der beste Fahrer. Wichtiger als alles andere ist die Lust aufs Lernen und die Bereitschaft, sich Dinge beibringen zu lassen. Wir müssen die Kinder dafür begeistern, hier zu sein. Sie dazu bringen, früh aufstehen und den ganzen Tag hart arbeiten zu wollen. Erst danach geht es darum, Talente zu fördern.“

Mount Snow Academy
© Thomas O'Hara

Kelly zufolge liegt es ganz und gar an einem selbst, was man mit seinem Talent und seinen Ambitionen anfängt und wie man Triumph definiert. „Als ich die Olympischen Winterspiele 98 sah, wurde mir klar, dass das hier absolut mein Ding ist. Ich habe sie an der MSA auf Video gesehen, und in diesem Moment schoss mir dieser Gedanke durch den Kopf – genau das will ich machen.“ Seitdem hat sie eine unglaublich erfolgreiche Karriere hingelegt. Allein in den letzten eineinhalb Jahren hat sie weltweit sage und schreibe 15 Titel geholt, und 2002 stand sie bei Olympia ganz oben auf dem Siegertreppchen: ein Moment, der für sie „total schwer zu beschreiben… einfach überwältigend“ war. Auf die Frage, worin denn ihr größter Triumph bestand, bekommen wir jedoch eine überraschende Antwort:

„Im Laufe meiner Karriere habe ich schon so manchen Triumph gefeiert. Vielleicht bedeuten mir die beiden Olympia-Medaillen am meisten. Wobei ich auf die aus Vancouver (Bronze) ganz besonders stolz bin, weil ich nach einem 4. Platz 2006 ungeheuer viel Mut brauchte, um mich noch einmal nach Olympia zu wagen. Oft bemesse ich den Wert einer Sache für mich anhand dessen, was sie mich kostet.“

Kwas und Lynne wären sicher stolz auf ihre Schülerin. Wir wollten herausfinden, wie man es auf dem Snowboard in die erste Liga schafft, und einen McTwist können wir immer noch nicht. Eine Erkenntnis nehmen wir aber auf jeden Fall mit nach Hause: Auch auf dem Brett oder den Brettern hat man nur dann den ganz großen Erfolg, wenn man sich voll auf sein Ziel konzentriert und mit ganzem Herzen dabei ist – und darum bemühen wir uns wohl alle Tag für Tag, in welchem Beruf auch immer.
 
Wir freuen uns wahnsinnig, für Euch live von den Burton European Open aus dem schweizerischen LAAX zu berichten. Hier hat sich so viel unglaubliches Talent versammelt, und natürlich halten wir Euch über die neuesten und größten Leistungen all dieser Superpipe und Slopestyle-Helden auf dem Laufenden. Wir wollen diese unfassbar positive Energie mit Euch teilen und schließen daher mit ein paar Gedanken zu Olympia, die Kelly uns hier so schön geschildert hat:

Kelly Clark, 1st Place at the Burton European Open in 2011
Kelly Clark, 1st Place at the Burton European Open in 2011

„Tu, was Dir Spaß macht. Finde heraus, wer Du bist – unabhängig davon, was Du alles so machst. Wenn Dein Selbstwert und Deine Identität nur von einer Sache abhängen, wirst Du viele Höhen und Tiefen erleben. Was wir leisten, wirkt sich darauf aus, wie wir uns fühlen. Wer zu viel Angst hat, hat keinen Spaß mehr an den Dingen.
 
Frage Dich, wie viel Dir die Dinge wert sind. Finde heraus, wer Du als Person bist. Dann kannst Du all das in Deine Leidenschaft einbringen.“

Keine Frage: Kelly hat den Geist der Mount Snow Academy verinnerlicht. Ein Geist, hinter dem auch wir absolut stehen können. In den nächsten Tagen werden wir Euch über Kelly auf dem Laufenden halten – und natürlich über alles, was bei den Burton European Open sonst noch so los ist.

Related Links:

Kelly Clark on Burton
Kelly Clark Foundation
Mount Snow Academy
Mount Snow on Facebook
Burton Global Open Series

Teilen

facebook
googlePlus
pinterest
stumbleUpon
E-Mail
Bei mehreren Adressen jeweils durch ein Komma trennen.

Kommentare

Vom Bauernhof auf die Autobahn: Classic Mini Van „Malmo” Feiert sein Comeback

24. April 2014
From Farm to Freeway: Classic Mini Van 'Malmo' Makes a Comeback

Simon Ayton, praktisch veranlagter MINIac aus Sydney und Besitzer eines Classic Mini Van, erzählt uns von einem Restaurierungsprojekt mit ungewöhnlich geschichtsträchtigen Wurzeln.

MINIac seit 25 Jahren: Reisen wie Gemalt mit Steven Miric

16. April 2014
25 Years a MINIac: Picture-Perfect Travels with Steven Miric

Auf etlichen Reisen hat das Kameraobjektiv von Fotograf und MINIac Steven Miric die Richtung bestimmt. 25 Jahre nach dem Kauf seines ersten MINI teilt er seine Abenteuer als Fotojournalist mit Euch.

#asktheNEWMINI: Dein Online Meet & Greet mit dem neuen MINI

17. März 2014
#asktheNEWMINI

Der New MINI wird bald die Straßen erobern - klar, dass ihn da MINIacs weltweit genauer kennenlernen möchten. Stellt ihm heute Eure Fragen - zu den wichtigsten Themen gibt es sogar eine Videoantwort!

Die ultimative Probefahrt: Jay Leno hinterm Steuer des MINI ALL4 Racing

21. März 2014
Ultimate Test Drive: Jay Leno in the MINI ALL4 Racing Driver’s Seat

Wie fühlt es sich wohl an, einen MINI ALL4 Racing zu beschleunigen? Late Night Talk-Legende und Automobil-Liebhaber Jay Leno hat es zusammen mit Dakar-Gewinner Nani Roma herausgefunden.

Boxenstopp in den 60ern: Vom Go-Kart zum Gourmet-Kart

11. April 2014
Pit Stop in the Sixties: Gourmet a la “Go-Kart”

Bereit für eine Zeitreise in die Swinging Sixties? Dann heißt es jetzt: Einsteigen bitte! Wenn ihr euch schon immer mal um einige Jahrzehnte zurückbeamen wolltet, seid ihr in diesem Classic Mini genau richtig. Und das Beste daran: Statt eines Fluxkompensators habt ihr Leckerbissen aus aller Welt mit an Board!

The MINI International Vol. 41

Motorama: The New Original is Born

23. April 2014
Motorama: The New Original is Born

Herrlich vertraut, verblüffend anders: Der neue MINI übertrifft alle Erwartungen.