Oh, oh, oh… Glück gehabt! Oder besser gesagt, einen modernen MINI gehabt, denn dank der elektronischen Assistenzsysteme wird das Autofahren heutzutage wirklich immer sicherer und entspannter. So, wie jetzt gerade, als mitten in der Kurve überraschend dieser große Stein lag. Gebremst? Klar, instinktiv, aber der Weg war viel zu kurz, um wirklich zum Stehen zu kommen. Trotzdem regelt das Antiblockiersystem souverän und verzögert den MINI maximal, man spürt dabei nur das leichte vibrieren unter der rechten Fußsohle. Ausgewichen? Na ja, eher vor Schreck hektisch am Lenkrad gerissen. Es geschah ja alles in Sekundenbruchteilen. Im Augenwinkel konnte man noch das gelbe DSC Lämpchen im Display kurz hektisch Flackern sehen doch dann war die Gefahrensituation auch schon vorbei und der MINI rollte unbeeindruckt auf seiner Fahrspur weiter. Die kurze Regeltätigkeit der Stabilitätskontrolle hat vor Schlimmeren bewahrt. Wohlauf rollt man nach einem solchen Erfahrung den nächsten Parkplatz an und macht meistens erstmal eins: Durchatmen.
Früher war alles besser? Oh nein, nach der Schrecksekunde muss dieser Satz im Bezug auf die Autofahrerei nochmal grundlegend überdacht werden. Denn wie wäre das ganze wohl mit einem Classic Mini abgelaufen? Sagen wir mal so: Anders! Denn wo bei aktuellen Automobilen die elektronischen Helferlein still und leise ihren Dienst verrichten, kommt es bei klassischen Fahrzeugen ohne Elektronik viel stärker auf die Fähigkeiten des Lenkraddompteurs an. Blitzschnell müssen Situationen eingeschätzt und darauf reagiert werden, ansonsten droht ein Desaster. Heißt das im Umkehrschluss, dass das Fahren mit dem Begründer des Fahrspaß unter den Kleinwagen etwa gefährlich ist? Eigentlich nicht, denn man kann mit dem Classic Mini damals wie heute mit großer Freude die Grenzen der Fahrphysik ausloten. Man sollte nur die eigenen Fähigkeiten am Volant vorsichtig ausloten und dann viel üben, üben, üben, denn erst mit der Routine kommt der unbeschwerte Fahrspaß.
Aber wo geht das heute noch? Unbeschwert ohne Netz und doppelten Boden die Grenzen von Fahrer und Fahrzeug erkunden. Wer gibt einem die Möglichkeit kontrolliert einen Fehler zu machen ohne die Folgen mit dem eigenen Mini oder der Gesundheit bezahlen zu müssen? Mit blockierten Rädern unkontrolliert über den Asphalt kreiseln und versuchen, mit artistischen Lenkradbewegungen das Auto zu bändigen?
Bei MINI! Das MINI Clubs International Office hat nach dem Erfolg des ersten Classic Mini Fahrertrainings im letzten Jahr noch einen draufgelegt: Der Kurs für Fortgeschrittene. Hier wird man spielerisch mit dem eigenen Klassiker bei hohem Tempo genau an solche Situationen herangeführt und das sieht dann so aus:
Und da noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, werden die Teilnehmer bei den spektakulären Übungen nicht an die enge Leine genommen, sondern von erfahrenen Instruktoren bestens eingewiesen, wie man auch ohne moderne Assistenzsysteme sauber in der Spur bleibt.
Interesse bekommen? Dann am besten gleich eine Mail mit dem Betreff „Classic Mini Drivertraining" an miniclubs-international-office@minispace.com schicken und schon wird man automatisch über die Fahrertrainings des MCIO informiert. Jedoch gibt es eine kleine Einschränkung: Derzeit können diese Trainings nur in Deutschland angeboten werden. Doch wer weiß.
"Ohne Netz und doppelten Boden" - Axel Griesinger, MINI Clubs International Office.