Die Fotografin Cara Pastore hat am „ATL"-Flughafen ein Geschäft eröffnet. Atlanta ist die Startbahn und das aktive Zentrum ihrer zahlreichen Projekte, die von Porträts von Mos Def und P. Diddy bis hin zu dokumentarischen Reisefotografien von Südafrika reichen. Wir haben uns mit Cara über die nächsten Punkte auf ihrer To-Do-List unterhalten. (Ein Tipp: „Ewok-Dorf" steht auch mit darauf.)
Q: Du hast viel Erfahrung als Musikfotografin. Wie arbeitet es sich mit Musikern und wer war unter deinen Lieblingskünstlern bei den Shootings?
A: Fotografie und Musik ergänzen sich als Branchen auf unglaubliche Weise. Ich bin überzeugt, dass es eine großartige Zusammenarbeit der Künste ist, Musiker zu fotografieren. Ich hatte immer schon sehr viel Hochachtung vor der Musik, und die visuelle Ebene zum Soundtrack eines Künstlers zu schaffen ist sowohl für den Künstler als auch für mich sehr spannend.
Mos Def
Am liebsten dokumentiere ich einen Tag im Leben eines Künstlers. Hinter die Kulissen zu schauen und exklusiven Zugang zu ihnen in alltäglichen Situationen zu haben, ist auch ein wunderbarer Weg, meinen künstlerischen Geist weiterzugeben.
Drei Künstler, die ich fotografiert habe und an die ich mich am liebsten erinnere, sind Mos Def, Jarvis Cocker, und P. Diddy.
Q: Du hast ja auch jahrelange Erfahrung mit der Arbeit vor der Kamera, als Model. Hast Du dank dieser Arbeit ein besseres Gefühl für deine Motive, wenn du hinter der Kamera stehst?
A: Meine Model-Erfahrungen haben mir einen 360-Grad-Blick auf die Fotografie ermöglicht.
Als Model war ich das Zentrum der Aufmerksamkeit - als Fotografin bin ich nur eine Fliege an der Wand. Durch das Modeln habe ich gelernt, wie ich eine bessere Fotografin sein kann. Ich habe die Kunst des Stylings und der künstlerischen Leitung gelernt und vor allem auch ruhig, cool und gesammelt zu kommunizieren. Vor dem Objektiv zu stehen hat mir eine neue Perspektive und ein neues Verständnis der Wahrnehmung des Models eröffnet.
Eine gute Stimmung zu erzeugen und dafür zu sorgen, dass sich die beteiligten Personen wohlfühlen ist das Rezept, um großartige Porträts zu erzeugen.
Q: Du hast sehr interessante Reisefotografien gemacht. Erzähl uns doch ein bisschen mehr über einige dieser Projekte! Wo ging's hin, was hast du gesehen, was wolltest du zeigen?
A: Ich habe die ganze Welt bereist, um die Schönheit und Vielfältigkeit unzähliger Kulturen einzufangen. Meine Leidenschaft für Chancengleichheit durch Fotos auszudrücken hat dazu geführt, dass ich so etwas wie ein Botschafter für viele Gemeinden und Gesellschaften war, die im Mainstream der Medien vergessen sind.
Vor kurzem bin ich nach Südafrika geflogen, um die Auswirkungen der Fußball-WM auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu dokumentieren. Die Personen und Orte zu fotografieren, die von der Gesellschaft vergessen wurden, hat mich immer inspiriert, und ich hoffe, dass meine Bilder einen Sinn von Gleichheit und Gerechtigkeit herstellen. Meine kreative künstlerische Leidenschaft zu nutzen, um auf Menschenrechte aufmerksam zu machen, hat mich sehr in meinem Leben als Fotografin beschäftigt.
Q: Momentan arbeitest du in Atlanta. Was gefällt dir dort am Leben und künstlerischen Schaffen?
Cara's also the publicity photographer for the Georgia Dept. of Economic Development.
A: Atlanta ist für mich die wahre Definition einer Renaissancestadt. Die Musik-Community ist voller Talente. Außerdem habe ich dank des Flughafens mit dem meisten Betrieb der Welt die Möglichkeit, fast überallhin direkt zu fliegen.
Meine Fotos wurden permanent in den Verbindungsgängen des Hartsfield-Jackson-Flughafens installiert und auch in den Kunstgalerien von Atlanta und dem Castleberry Hill Loft District, wo ich lebe.
Q: Gibt es eine besondere Person, einen Ort oder Gegenstand, den du immer schon fotografieren wolltest - und wenn ja, warum?
A: Ich wollte immer schon Nelson Mandela fotografieren, auch Oprah Winfrey, und Bono. Sie sind alle wirklich großartige Humanitäre und nutzen ihr Leben, um anderen zu helfen.
Was Reiseziele angeht, wollte ich immer die Wurzeln meiner Familie in Schweden und Italien fotografieren.
Q: Stell dir vor, du könntest nie wieder ein Foto machen. Was würdest du stattdessen am liebsten tun?
A: Regie ist mein nächstes großes Ziel. Emotionen zu wecken und Ideen auszudrücken durch das Zusammenführen vieler kreativer Leute ist einer meiner Zukunftsträume.
Wenn ich nie wieder ein Foto aufnehmen könnte, wäre es wahrscheinlich erst sehr hart, aber ich bin mehr Künstlerin als Fotografin. Sich neue Kunstformen anzueignen ist immer eine tolle Möglichkeit, sich als Künstler weiterzuentwickeln.
Q: Welche drei Dinge willst du bis Ende 2010 erreicht haben?
A: Bis Ende nächsten Jahres würde ich sehr gerne die Standbilder für eine Musikdoku fertig aufgenommen haben, ebenso meinen Bildband - und ich will den Standort für den „Ewok Village/Swiss Family Robinson"-Komplex gefunden haben, den ich bauen will.
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