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Creative use of space

Inspiration, Impulse & Nachhaltigkeit: Rebekah Lock designt am liebsten für Charity-Projekte. 16. August 2011

Rebekah Lock hatte schon immer davon geträumt, irgendwann einen Kreativjob in einer Londoner Großstadtagentur zu machen. Doch dann erkannte sie, dass sie ihr Herzblut lieber in ganz handfeste Projekte steckt. Zurzeit gestaltet sie zum Beispiel Layouts für Charity-Kunden - in einer Agentur mit Schwerpunkt nachhaltiges urbanes Design.
 
 
Um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und anderen Designern Impulse zu geben, hat Rebekah inzwischen auch eine Online-Design-Community auf die Beine gestellt: Geekhearts.
 
becky lock
 
 
Wie kam die Kunst in dein Leben?
In meinen ersten Zeichnungen standen die Motive alle auf dem Kopf: Meine Mutter saß mir immer gegenüber und hat Fußballer oder Comichelden gezeichnet - also habe ich das abgemalt: nur eben verkehrt herum. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass ich danach jemals wieder ohne einen Stift in der Hand gesehen wurde. In der Schule gab's oft Ärger, weil ich meine Hausaufgaben mit kleinen Zeichnungen verschönerte. Leider wussten dadurch auch immer alle, vom wem die Graffitis auf den Tischen und Stühlen stammten ...
 
Rebekah Lock
In der Endrunde des Whisky-Kunstwettbewerbs und Auftragsarbeit für großformatigen Preis
© Rebekah Lock
 
 
Wie ging es dann weiter?
Ich war auf einer stinknormalen Schule und wenn ich nicht gerade Fußball gespielt habe oder auf Bäume geklettert bin, habe ich die ganze Zeit gezeichnet. Ausmalen durfte das dann immer meine Schwester. In den künstlerischen Fächern war ich immer sehr gut. Ich wusste schon damals, dass ich mal einen Beruf in dieser Richtung ergreifen wollte. An der Uni hat mich dann ein Tutor auf das Computerdesign als Gegenpol zum Zeichnen gebracht und später habe ich meinen Abschluss in Grafikdesign gemacht. Ich musste mich erst an den Gedanken gewöhnen, dass Kunst nicht nur manuell, sondern auch am Computer geschaffen werden kann ! Später kombinierte ich beides, um die beiden Pole besser zu vereinbaren.
 
Der größte Teil meiner beruflichen Laufbahn spielte und spielt sich in meinem Home-Office ab, bis auf ein kurzes Intermezzo bei einer Kreativagentur, wo ich vor allem mit Großkunden zu tun hatte. Die freiberufliche Arbeit ist einfach ideal: Ich betreibe jetzt - neben der Freelance-Arbeit für die Kreativagentur - eine eigene erfolgreiche Agentur für Charity-Organisationen, den öffentlichen Dienst und Bildungseinrichtungen.
 
Rebekah Lock
Hochzeitseinladung, Entwurf per Hand
© Rebekah Lock
 
 
Wie ist die Kunstszene im Süden von London denn so?
Wie man sich denken kann, ziemlich vielschichtig. Ein Mix aus verschiedenen Kulturen und dem Lifestyle der Großstadt, dazu eine Prise Fashion und ein gesunder Enthusiasmus für alles Typografische. Insgesamt gibt es immer mehr handwerkliches bzw. handgemachtes Design, was ich ziemlich gut finde ... Ich lasse mich von all diesen Einflüssen inspirieren und konzentriere mich voll und ganz auf das Zeichnen. Auch der Networking-Gedanke wird immer wichtiger: Es gibt viele Events und Synergien innerhalb der Community.
 
Wer oder was ist dein liebstes Motiv?
Schwer zu sagen. Hauptsächlich Menschen und Natur. Ich lasse mich aber auch gern treiben und zeichne wild drauf los. Alles, was mir so durch den Kopf geht. Was ich dann wieder mit allen möglichen Dingen aus meinem direkten Umfeld kombiniere. Es gibt da ein paar Sachen, die ich gern etwas mehr vertiefen würde, aber ich werde dann schnell unruhig.
 
Rebekah Lock
Illustratives Poster-Design und private Arbeit für Rebekahs Nichte
© Rebekah Lock
 
 
Wo holst du dir deine Inspiration?
Auch wenn sich das jetzt wahrscheinlich ziemlich abgedroschen anhört: Ich hole mir meine Inspiration überall. Es ist doch alles irgendwie recycelt und aufpoliert. Individualität und Originalität entstehen erst durch die künstlerische Herangehensweise und die Reaktion des Künstlers auf seine Umwelt. Mir sind die Menschen wichtig, die mir nahestehen: meine Kollegen, Freunde und Verwandten. Ich bewundere aber auch den konzeptionellen Ansatz von Alan Fletcher oder den Stil von Marian Bantjes, die sich selbst immer treu bleibt. Ich könnte noch viele andere Künstler nennen - von Hellovon bis Rob Ryan, von Emily Kemper bis Noah Scalin.
 
Rebekah Lock
 
 
An welchen Projekten arbeitest du gerade?
Für PRP habe ich gerade eine Illustration für Sara Galvins Signatur fertiggestellt und dann jongliere ich noch mit einer ganzen Menge anderer Sachen, zum Beispiel Farbkorrekturen in Photoshop und ein paar Broschürenentwürfe. Freiberuflich arbeite ich an ein paar neuen Illustrationen zur Brustkrebsvorsorge, einer Broschüre für das South London Lifelong Learning Network und der Konzeption von Hochzeitseinladungskarten. Gerade gestern Nacht habe ich am Design für eine Hochzeitskarte gesessen. Außerdem füttere ich noch den blog auf meinem Community-Portal geekhearts.co.uk und denke mir gerade ein neues Tattoo für mich aus.
 
Wo finden wir die neuesten Infos über dich?
Über mich als Freelancerin und privat auf meiner Internetseite www.arell.co.uk - dazu gibt es auch eine neue Seite auf Facebook, die ich als Blog zweckentfremde. Oder ihr geht auf die Agentur-Seite von PRP: www.prpgraphics.co.uk.
 
Was war der schwierigste Moment in deinem Berufsleben?
Das war wohl damals, als ich in einer Agentur arbeitete und meine Kreativität jeden Tag aufs Neue ausgebremst wurde. Es war eine ungute Umgebung und ich fühlte mich auch durch die Design-Guidelines der einzelnen Kunden ziemlich eingeengt. In dieser Zeit habe ich mein Vertrauen in meine künstlerische Arbeit verloren. Ich konnte dem Ganzen aber auch etwas Positives abgewinnen: Es hat mich dazu ermutigt, mich als Freelancerin auszuprobieren, und schließlich fing ich wieder an, an mich zu glauben. Diese Erfahrung hat mich als Designerin stärker und auch vielseitiger gemacht. Ich achte sehr darauf, dass ich die neuesten Trends aufgreife, mir aber dabei immer selbst treu bleibe ... trotz der engen Deadlines und der ganzen Kundenvorgaben!
 
Was machst du am liebsten, wenn du gerade mal nichts entwirfst?
Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen - und wenn es dann auch noch was Gutes zu essen gibt, ist alles prima. Ansonsten zeichne oder male ich und bin ganz allgemein kreativ. Ich gehe auf Events, besuche Ausstellungen, gehe ins Design-Museum usw. Wenn ich durch die Welt gondele, sehe ich mich gern nach coolen Graffitis um. Außerdem gehe ich einfach schrecklich gern mit meinem Hund Gassi und genieße die Zeit an der frischen Luft.
 
--Hier erfahren Sie mehr!
 
 
 
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