Der gebürtige Salzburger August Castell-Castell ist ein Fotograf, der mit großer Beständigkeit den Moment festhält, an dem die kollektive Freude und stürmische Energie einer Party ihren Höhepunkt erreicht. Wir trafen ihn auf der Stroke.02 Urban Art Fair. Seine Arbeiten und Worte findet ihr im Interview.
Viele deiner Fotos zeigen Leute, die wilde Partys feiern. Gibt es eine gewisse Intimität, die Partyfotos innewohnt?
Es gibt sehr viel Intimität, wenn Leute zusammen feiern; egal ob sie tanzen oder relaxen oder sich völlig gehen lassen, um aus der Mühle des Alltags zu entfliehen. Das ist das Leben, das man auf meinen Fotos sieht.
Wie hat die Straßenkultur deine Fotografie beeinflusst?
Die urbane Kultur hatte immer einen Platz in meinem Leben. Sie umgibt mich sehr oft. Ich hänge gerne mit vielen verschiedenen Leuten ab, und das halte ich dann in meinen Bildern auch fest.
Unter deinen Arbeiten finden sich auch einige großartige Skater-Fotos: Ich bin in den Achtzigern in L.A. aufgewachsen und erinnere mich daran, dass ich damals Bilder im Thrasher Magazine bestaunt habe, in denen Skater dosenweise Budweiser herunterstürzten und mit Waffen in der Gegend herumballerten – das war meine erste Berührung mit Fotojournalismus. Würdest du dich selbst als Journalist bezeichnen?
Ich habe früher geskatet. Ich fotografiere meine Umwelt... wenn man so will, bin ich also Journalist.
Du scheinst ein sehr gutes Gefühl dafür zu haben, wenn eine Party und ihre Besucher den Höhepunkt ihres Schaffens erreichen: Ist das etwas, das du ständig einfangen willst? Oder fotografierst du manchmal noch, wenn die Party schon am abflauen ist?
Das stimmt, das ist es genau, was ich in meinen Fotos sehen will. Sie sollen roh aber sexy sein, voller Energie. Und ich glaube nicht, dass eine Party jemals ihren Höhepunkt überschritten hat, wenn es darum geht, Fotos zu machen =)
'Studio B, Brooklyn' You don't have a clue what you see, it can be a fight, some dancers, just a random shot on the ground.. Easy but it gets you're creative mind wandering.
Kulchon because although there are thousands of photographs capturing skateboarding this one combines amazing energy with both the feeling that the skateboarder is in total control and realization of the underlying risk. The clear blue sky ensures our eye is drawn directly to the figure. I also like the contrast between the obviously urban element (graffiti) and the fact that there are also so many trees in the background.