In einer kalten und verregneten Februarnacht, im Anschluss an ein wildes Konzert der Babyshambles, hatten meine Freundin und ich ein seltsames Hotelerlebnis. Die Rede ist nicht von unangenehmen Begleiterscheinungen eines Konzerts, sondern von einem ziemlichen skurrilen Hotelzimmer.
Das Single Room Hotel war eine Installation des französischen Künstlers Etienne Boulanger. Dieser hatte für den Skulpturenpark Berlin_Zentrum ein Hotelzimmer aus Plakatwänden gebaut. Der Park befindet sich im Niemandsland hinter der ehemaligen Mauer. Das Hotel war nicht leicht zu finden (es gab keine Fenster, die auf einen Wohnraum hindeuteten). Aber wenn man die 32 Quadratmeter einmal betreten hatte, kam man sich vor wie in einem ganz normalen Zwei-Sterne-Hotel: einfache, aber geschmackvolle Einrichtung, Fernseher, eigenes Bad mit Warmwasser und die unvermeidlichen Pantoffeln.
Boulanger nennt sein Architekturkonzept Plug-in: Er besetzt Nischen und verborgene Winkel des Stadtraums mit temporären Wohnräumen. Um sein Projekt zu finanzieren, hat er die Werbeflächen des Single Room Hotels vermietet. Und so konnte man für nur 20 Euro dort übernachten. Kein Wunder, dass das Hotel die vollen vier Monate seines Bestehens ausgebucht war. Aber ich habe es trotzdem geschafft, eine Nacht in diesem coolen UND gemütlichen Werbequader zu verbringen.
Might be, if Berlin kept its no mans lands long enough. An alternative to the electric heater ( the only form of heating when I was there) should be thought about too. Berlin winters can be tough.