San Francisco macht mit einer Vielzahl ungewöhnlicher Umwelt-Ideen auf sich aufmerksam. Verantwortlich dafür ist Jared Blumenfeld, ein 38-jähriger englischer Rechtsanwalt, Leiter des Department of the Environment. So ließ Blumenfeld blau-gelbe Banderolen mit der Aufschrift "Future Sea Level" drucken.
Jared Blumenfeld turns to publicity stunts to warn of environmental hazards.
In Kopfhöhe an Gebäuden in der Stadt angebracht, macht das Band deutlich, was passieren wird, wenn der Meeresspiegel steigt. Blumenfeld ist überzeugt, dass man die Menschen nur für den Umweltschutz begeistern kann, wenn er auch Spaß macht. Blumenfeld: „Wenn man Umweltpolitik in San Francisco nicht hinbekommt, dann schafft man das nirgendwo auf der Welt. Denn hier spielen einfach alle mit - die Bürger, die Politiker, die Unternehmer."
San Francisco verfügt über ein gut ausgebautes Netz öffentlicher Verkehrsmittel. Es liegt in einer gemäßigten Klimazone, weshalb der Energieaufwand relativ gering ist, da man weder für Heizung noch für Klimaanlagen Energie in nennenswerter Größenordnung braucht. Blumenfeld:
„Wir erreichen mit 70 Prozent die höchste Recyclingquote aller amerikanischen Großstädte. London kommt auf rund 19 Prozent, New York auf zirka 29 Prozent. Bis zum Jahr 2020 wollen wir das Abfallvolumen auf null herunterschrauben: Zero Waste. Unsere Verkehrsbetriebe besitzen nicht nur die größte Biodiesel-Busflotte der USA, sondern auch die größte Flotte von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen. Außerdem haben wir erst kürzlich 86 Busse mit Hybridantrieb angeschafft."
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