Revolution im Musikbusiness: Girl Talk macht Karriere mit geklauten Hits
Hunderte Klangschnipsel verwendet Gregg Gillis, besser bekannt als DJ Girl Talk, für seine Tracks. Ungeniert klaut er von weltberühmten Bands von Abba bis ZZ Top. Gillis zelebriert die Stücke, die er verwendet. „Wenn ich Nirvanas 'Lithium' sample, hole ich mir das direkt von der Kassette, die ich als Jugendlicher bis zum Exzess gehört habe. Dieser Song hat mein Leben verändert."
Girl Talk ist der Meister des musikalischen Mega-Mash-ups, der König des Sampelns. Er legt bei Paris Hiltons Partys auf und begeistert die Massen bei seinen schweißtreibenden Liveauftritten oder mit seinen CDs wie „Feed the Animals". Dabei ist er direkt an der Front eines neuen Krieges um geistiges Eigentum, bei dem es um Millionen Dollar geht und um die Grenzen künstlerischer Freiheit. Darf er die Schnipsel nutzen, ohne zu zahlen? Sind seine Stücke eigenständige Kreationen? Bis jetzt hat niemand Gregg Gillis verklagt, der US-Kongress hörte ihn sogar als Sachverständigen zu derartigen Urheberrechtsfragen, die in der digitalen Welt immer wichtiger werden. Seinem Publikum ist's egal, das mag einfach seine Musik.
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Die ganze Geschichte von Rupert Bottenberg über Girl Talk und seine „Beutekunst" lesen Sie in THE MINI INTERNATIONAL