Zack, Bumm, Bang - so klingen Comics. Kein Wunder, dass Deutschlehrer und Feuilletonisten sich da entsetzt abwenden. Jetzt aber werden sie neugierig. Denn gezeichnete Romane, sogenannte Graphic Novels, beweisen, dass man auch mit Bildern und Sprechblasen tiefschürfende Geschichten erzählen kann.
Statt unfehlbarer Superhelden und seltsamen Tierwesen, bevölkern ganz reale Menschen mit ihren ebenso realen wie aufregenden Geschichten die Bilderromane. Reinhard Kleists Biografie von Johnny Cash, die Geschichte von Stuart Sutcliffe, dem vergessenen Beatles-Gründungsmitglied („Baby's in black") von Arne Bellstorf, Jacques Tardis Krimi „Die Brücke im Nebel", Roadmovies wie „Die Reise mit Bill" von Matthias Schultheiss oder Barus „Autoroute du soleil", spektakuläre Zukunftsvisionen wie Enki Bilals „Alexander Nikopol" - alle diese Bücher sagen durch Zeichnungen mehr als durch Worte. Mit „Haarmann" haben Peer Meter und Isabel Kreitz den größten deutschen Justizskandal der Zwanzigerjahre aufgearbeitet. Und wie trügerisch unsere Selbstwahrnehmung sein kann, seziert der Japaner Jiro Taniguchi in „Die Sicht der Dinge" und „Vertraute Fremde". Mehr als genug Stoff für spannende Schulstunden.
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Die ganze Geschichte von Andreas C. Knigge über die spannendsten, aktuellen Graphic Novels lesen Sie in der neuesten Ausgabe von THE MINI INTERNATIONAL.
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