Indien boomt: Auf der Suche nach immer neuen Trends hat der internationale Kunstmarkt Zeitgenössisches vom indischen Subkontinent entdeckt. Nichts fasziniert Sammler und Galeristen derzeit mehr als Kunst aus Indien. An der Spitze der Erfolgsleiter: Subodh Gupta, Eisenbahnersohn aus Khagaul, und seine Frau Bharti Kher.
Das Power-Paar hat die westliche Kunstszene erobert, erzielt Preise bis zu einer Million Dollar. Beide beherrschen die globale Kunstsprache und schaffen es, die Kultur ihres Landes auf eine international verständliche künstlerische Ebene zu heben. Subodh Guptas Material sind die Pfannen, Kannen, Teller und Eimer, in denen indische Arbeiter ihr Mittagessen transportieren. Diese Alltagsgegenstände baut er zu großen Installationen zusammen, etwa dem riesigen Totenkopf „Very Hungry God" für die Biennale in Venedig. Bharti Khers Arbeiten drehen sich um das Bindi, das verheiratete Inderinnen als drittes Auge an der Stirn tragen. Diese farbigen Punkte komponiert sie in den unterschiedlichsten Größen zu seriellen Pop-Art-Mustern oder schmückt in ihrer Arbeit „The skin speaks a language not its own" damit die komplette Haut eines lebensgroßen indischen Elefanten. Gupta, Kher und Kollegen wie N. S. Harsha, Bharat Sikka oder Jitish Kallat gelingt es, die Bilder ihrer Kultur mit der Cross-Moderne des 21. Jahrhunderts zu verbinden. Der Kunstmarkt jedenfalls liebt den magischen Realismus ihres Indien-Pop.
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Die ganze Geschichte von Eva Karcher über den internationalen Erfolg zeitgenössischer indischer Kunst lesen Sie in THE MINI INTERNATIONAL