Der „Drachenflügel" überragt die umgebenden Hochhäuser und ist mit seiner Dreiecksform das neue Wahrzeichen von New York. Der Dragonfly ist ein Bauernhof der Zukunft, ein Mix aus Farm, Wohnungen und Büros mitten in der Großstadt. Und er ist nicht das einzige Projekt, mit dem Wissenschaftler die Nahrungsversorgung der Metropolen langfristig sichern wollen.
Vertical Farms sollen die Städte mit Lebensmitteln versorgen, Platz intensiv nutzen und lange Transportwege sparen. Hightechlandwirtschaft ist die - oder zumindest eine - Antwort auf Überbevölkerung und die Landflucht der Menschen. Zahlreiche Projekte von Vincent Callebauts Dragonfly für Roosevelt Island in New York bis zum globusartigen Plantagon Greenhouse versuchen mit höchstmöglicher Produktivität einer drohenden Nahrungsmittelkrise zu begegnen. Es sind spektakuläre Häuser, die da auf den Computern der Architekten entstehen: steil in den Himmel ragende grüne Tower, schräge Pyramiden, komplizierte Konstruktionen inklusive Fischtanks und Windkraftwerken auf dem Dach. Rund um die Welt arbeiten Planer an solchen Stadtfarmen, und es gibt erste - kleinere - realisierte Projekte: In Lower Manhattan entstehen mehr und mehr „community gardens", im Garten des Weißen Hauses pflanzt Michelle Obama Tomaten und Kräuter, in Chicago baut nicht nur der Bürgermeister auf dem (Rathaus-)Dach Kartoffeln an, und in Tokio gibt es 1.000 Quadratmeter Ackerfläche für Reis, Tomaten und Getreide in den unterirdischen Kellerräumen einer Bank, die hier früher ihre Tresors hatte. Die Zukunft der Stadt-Landwirtschaft hat längst begonnen.
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Die ganze Geschichte von Tobias Moorstedt über internationale Projekte, in der Stadt Landwirtschaft zu betreiben, lesen Sie in THE MINI INTERNATIONAL